Spuren der Geschwister Prenski

In einer Vorhaben-Woche im Jahr 1993 beschäftigte sich eine Arbeitsgruppe aus dem 8. Jahrgang unserer Gesamtschule mit dem Projekt, das Leben von Nationalsozialisten deportierter jüdischer Kinder aus Lübeck zurückzuverfolgen. Hierbei fand sie die Spuren der Geschwister Prenski.
Das Schicksal von Max, Martin und Margot Prenski, Kinder armer Leute, konnte bis zu ihrem Tod in Riga erforscht werden. Ihr Leben wurde in einer umfangreichen Dokumentation zusammengestellt.
Zum Gedenken an diese bis dahin vergessenen Kinder gab sich unsere Schule im Jahre 1994 den Namen "Geschwister-Prenski-Schule", Integrierte Gesamtschule der Hansestadt Lübeck.

Der Schulname ist für unsere pädagogische Arbeit erzieherische Leitidee und didaktischer Anspruch.
Im Unterricht, in Projekten, in vielfältigen Veranstaltungen und Vorhaben beschäftigen wir uns mit der jüdischen Kultur und dem deutsch-jüdischen Verhältnis in Vergangenheit und Gegenwart.
Darüber hinaus wollen wir in unserem Schulleben immer wieder neu über Ausgrenzung, Benachteiligung oder Diskriminierung von Menschen aufklären, ihren Ursachen und Folgen entgegenwirken und uns für eine friedfertige, gewaltfreie Welt einsetzen.