Deutsch-polnischer Austausch 2015

Deutsch-polnischer Austausch

 

Bereits zum 8.Mal fand der Schüleraustausch zwischen der Geschwister-Prenski-Schule und der Powiatowy Zespol Nr 2, einem Lyzeum in Oswiecim statt. Diesmal nahmen je 14 Schüler/innen des 11.Jahrgangs der Prenski-Schule und 16 polnische Schüler/innen teil. Beim Besuch in Lübeck waren 11 polnische Schüler/innen dabei. Im folgenden sind die Berichte zu lesen, die von den deutschen und polnischen Teilnehmer/innen gemeinsam verfasst worden sind.

 

Besuch in Oswiecim vom 22.3.-28.3.2015

Direkt nach unserer Ankunft in Oswiecim sind wir zu unseren Austauschschülern nach Hause gefahren. Die meisten Gasteltern haben uns sehr gastfreundlich begrüßt und empfangen, so dass wir uns direkt willkommen gefühlt haben. Später ging es in das Zentrum der Stadt, wo wir erstmal der jüdischen Vergangenheit Oswiecim vertraut gemacht wurden. Unter anderem haben wir die Synagoge, ein Museum und das Zentrum allgemein der Stadt besichtigt. Wir alle waren sehr beeindruckt und auch interessiert, trotz noch vorhandener Müdigkeit von der langen Fahrt.

Anschließend ist jeder mit seiner/seinem Austauschpartner/in nach Hause gegangen, wobei die meisten in Gruppen zusammen geblieben sind und noch Kaffee o.ä. trinken waren.

Dienstagmorgen haben wir uns alle in der Schule der Polen getroffen und versammelt. Als erstes gab es nochmal eine Vorstellungsrunde mit allen zusammen. Danach folgte die Besprechung, wo wir uns unterhalten und ausgetauscht haben, wie es hinsichtlich Studien, Beruf und Ausbildungen in Polen und Deutschland aussieht.

Nun ging es los zum Ausflug nach Szyndzienia, einem Berg südlich von Oswiecim. Dort sind wir mit der Seilbahn hinaufgefahren und dann durch den Schnee zu einer Berghütte gewandert, haben die Aussicht bestaunt und uns ein Picknick gegönnt.

Nachdem wir alle wieder sicher unten waren, ist jeder in selbstgewählten Gruppen oder auch alleine nach Hause, ins Restaurant oder so gegangen. Unser abendliches Freizeitprogramm war meist selbst zusammengestellt und spontan (und ohne Lehrer)  was uns allen sehr gefallen hat!!

Mittwoch war eigentlich der wichtigste Tag der ganzen Reise, denn es ging nach Ausschwitz/Auschwitz- Birkenau, also das Konzentrations- und Vernichtungslager, in welchem früher, zur Zeit des Zweiten Weltkriegs, Juden, und andersdenkende, politische Gegner gefangen gehalten und getötet wurden.  Es war ein erschreckendes Erlebnis zu sehen, wo Tausende von Menschen auf brutalste Weise behandelt und getötet wurden. Als wir durch das Museum gegangen sind, waren alle ruhig, denn jeder hat darüber nachgedacht, über das, was er gerade gesehen hat.

 

Der Donnerstag war der Stadtbesuch in Krakau. Eine nette Führerin hat uns durch das Judenviertel geführt und uns dabei viel erzählt. Anschließend ging es zur Burg auf dem Wawel, der Kirche und durch die Innenstadt. Danach hatten wir Freizeit, in der wir selbstständig durch die Stadt ziehen durften. Am Abend gab es noch eine große Verabschiedungsparty.

Am Freitag gab es kein festes Programm. Wir haben ausgeschlafen und uns erholt, sowie mit den Austauschschülern und deren Familien die Zeit verbracht. Am späten Nachmittag haben wir dann die Heimfahrt angetreten und kamen am Samstagmorgen wieder in Lübeck an.

Die gesamte Woche in Polen hat uns sehr gefallen und wir können euch nur empfehlen an dem Austausch teilzunehmen.  Hierbei ging es nicht um einen sprachlichen Austausch, sondern darum, eine andere Gesellschaft und Kultur kennenzulernen.

 

Geschrieben von: Romy, Kinga, Basia, Angelika, Jannik, Marco

 


 

 

Lübeck, 31.5.-5.6.2015

 

The reason for the exchange is to get knowledge about other cultures and languages by meeting people of the same age.

 

Sunday (arrival):

The weather wasn't that nice but we were so excited to see the old city and to get to know  the exchange families. After a short nap we went to the centre for a city tour. The German exchange partners told us about the very interesting things in Lübeck. After that we met in the house of an exchange partner. The evening was interesting and great fun.

 

Monday:

At first we met in school for visiting the classes and after that we went canoeing on the river and the canal that enclose the city centre of Lübeck. We had much fun on the water. Klaudia was the first all the time. We had a break next to the river with nice weather and great food. Some time later we had lunch in the canteen of the Lübeck tribunal building. For the rest of the day we went shopping in the city.

 

Tuesday:

It was stormy weather when we made an excursion to Travemünde, the little seaside resort which is very close to Lübeck. There we visited the Sailor School. (See extra report. ) We had planned an afternoon and evening on the beach but didn‘t stay long because of the weather.

 

Wednesday:

We met in the train station and went to Hamburg. There we had a really interesting sightseeing tour guided on our own. For the rest of our time in Hamburg we had free time and everyone went shopping and had something to eat. The city was beautiful but too big. It was difficult to find our ways to the shops. But the whole day was fun and we are sure that we will come back to this city one day.

 

Thursday:

We visited Dräger and after that went to Sabine‘s house for eating pizza in the garden. In the evening we had a barbecue with the whole group. This was a great finish of an unforgettable week.

 

Verfasst von: Julian, Barbara, Kaila, Natalia, Felix, Klaudia

 

 

Besuch der Seemannsschule auf dem Priwall

 

Am dritten Tag des Austauschs mit unserer Partnerschule aus Oswiencim waren wir in der Seemannsschule auf dem Priwall. Wir wussten nicht genau, was uns erwarten würde, da wir uns mit diesem Arbeitsbereich nie beschäftigt hatten. Unsere Erwartungen waren jedoch nicht sehr groß, da es sich um einen Schulausflug handelte und wir das Thema Jobsuche schon häufig im Unterricht behandelt hatten.

Wir sind mit dem Bus vom „Gustav“ bis nach Travemünde gefahren und mit der Fähre zum Priwall übergesetzt. Dort mussten wir noch etwa 20 Minuten gehen, bis wir an der Schule angekommen waren.

Zur Begrüßung wurden wir durch die verschiedenen Bereiche der Metallbearbeitung geführt, die man während der Ausbildung zum Schiffsmechaniker durchläuft. Dann wurden uns verschiedene Motoren und andere Maschinen, die man auf Schiffen finden kann, vorgestellt, sowie allgemeine Informationen zur Schifffahrt.

Nach einem Gebäudewechsel wurde uns eine Feuerübung vorgestellt und über die Gefahren beim Schifffahren informiert. Danach sind wir trotz der rauen Bedingungen (ungefähr Windstärke 8) mit einem Rettungsboot gefahren, was für uns alle eine neue Erfahrung war.

Zum Abschluss trafen wir uns noch einmal, um über die Seenotrettung zu reden. Dabei konnten wir unsere vorher überlegten Fragen, die wir noch hatten, stellen.

Der Ausflug wurde mit einem Essen in der Kantine des Berufsbildungswerks auf dem Priwall beendet.

Abschließend lässt sich über den Ausflug sagen, dass wir interessante Einblicke in die Ausbildung für einen seemännischen Beruf erhalten haben.

 

Verfasst von: : Sophie, Natalia, Kalle, Morten, Lukas, Magda

 

 

 

A visit to the Drägerwerk AG in Lübeck


We arrived at Dräger at 8.45. After getting visitor-cards we watched a trailer from Dräger at the cinema-room. The film showed people who work with the many different Dräger products. Then we had a tour which was managed by three trainees: Jan, Lars and Peter. We split up into two groups and were shown an exhibition. First we went into a room with a big stone that was hanging down from the ceiling. One of us had to lie under the stone and had to trust the people from Dräger that the stone wouldn't fall down on him. That shows that everyone has to trust Dräger because they produce machines which save lives. Next we got information on the history of the company that had started in 1889. They showed us pictures of the founders, the first machines, the company's buildings and Lübeck at that time. We saw a timeline with some important products and what had happened in the world at the time when they had been built. Then we listened to stories from people who had been  rescued with Dräger inventions. We saw protection and breathing equipment which is used for fire engines, by the police or for mining and for diving. Another big part of the exhibition was the medical part, there they produce  machines that are used in hospitals like operation lamps, computers to check the heartbeat, incubators and cameras to see more during operations. Then we had to go through a room that was like a lung that even moved as if it was alive - this stands for Dräger's success with breathing machines and also shows that Dräger's focus is on helping people who help others. That was the message that Dräger wanted to show us in the second film.
After the exhibition, we got a presentation about what jobs you can qualify in at Dräger. There are 15 jobs. 8 of them are jobs you can be trained for at the company, for the other 7 jobs you have to go to university. The training takes between 3 to 5 years depending on the kind of job.

All in all the visit to Dräger was really interesting and we learned many new things.

Verfasst von:  Nicoline, Nadine, Asia, Mateusz, Kasia, Jakob

Frankreichaustausch La Rochelle 2014

 

 

L’échange franco-allemand de l’année 2014 entre Lübeck et La Rochelle

 

Dimanche 4 mai, il y avait un grand bus jaune devant l’entrée de notre école et 25 élèves de la classe 10 et 11 attendaient avec impatience le départ en France.

Un mois avant, les corres français étaient déjà chez nous et nous avions tous la possibilité de faire leur connaissance. Bien qu’il y ait eu des petits malentendus, nous avons passé une semaine intéressante.

Nous savions alors à quoi nous attendre et avions hâte de les revoir.

Après dix-neuf heures de bus,le soleil, la mer et les corres nous accueillaient à La Rochelle.

Les jours suivants, nous avons fait beaucoup d’excursions: Dans la ville de La Rochelle, au Futuroscope à Poitiers, dans l’île de Ré et à Rochefort. Le 8 mai (fin de la 2e guerre mondiale) et le weekend, nous étions dans les familles.

Et maintenant les préjujés: Les repas étaient différents, à la radio, on jouait la plupart du temps de la musique française, il y avait du vin partout et on ne trouve pas de pain noir dans ce pays!!

Cet échange fut un succès: Nous avons fait beaucoup d’expériences et amélioré nos connaissances linguistiques. Nous recommandons cet échange!

Und nun für die, die lieber Deutsch lesen:

Frankreichaustausch Lübeck – La Rochelle, Frühjahr 2014

Am Sonntag, den 4. Mai stand ein großer gelber Bus vorm Eingang der Geschwister-Prenski-Schule und 25 Schüler und Schülerinnen aus dem 10. und 11. Jahrgang und ihre Eltern warteten aufgeregt auf die Abfahrt nach Frankreich.

Einen Monat zuvor waren die französischen Austauschschüler bei uns und wir hatten alle die Chance, uns kennen und mögen zu lernen. Obwohl es auch kleine Missverständnisse gab, hatten alle eine schöne und interessante Woche.

Wir wussten also, wer und was auf uns zukommt, sodass die Vorfreude stieg.

Nach 19 Stunden Busfahrt wurden wir von der Sonne, dem Meer und unseren AustauschschülerInnen aus La Rochelle begrüßt. In den folgenden Tagen unternahmen wir viele Ausflüge: In die Altstadt von La Rochelle, zum Futuroscope nach Poitiers, zum Bowling, auf die Ile de Ré und nach Rochefort. Den Feiertag des 8. Mai (Kriegsende 1945) und das darauf folgende Wochenende verbrachten wir in unseren Gastfamilien.

Jetzt zu den Vorurteilen: Das Essen war anders, im französischen Radio läuft mindestens zu zwei Dritteln französische Musik, der Wein ist allgegenwärtig und es gibt nirgendwo in diesem Land Schwarzbrot!!

Es war ein erfolgreicher Austausch. Wir haben viele Erfahrungen und Sprachkenntnisse gesammelt. Wir empfehlen weiter!

gez. Vanessa, Julie, Henrike, Lena, Line, Lara, Julia, Valentin