Entwicklung der Inklusion seit Gründung der Schule

Eine Schule für alle.

Dieser Leitspruch ist seit der Gründung als barrierefreie Integrierte Gesamtschule Ansporn und Verpflichtung an der Geschwister-Prenski-Schule.

In der Aufbauphase als Integrierte Gesamtschule kam in jedem neuen Jahrgang eine Integrationsklasse hinzu, in der jeweils vier Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf unterrichtet wurden. In die Entwicklung und Umsetzung dieses Schulkonzeptes waren von Beginn an Eltern eingebunden. Der Name der Schule wurde 1993 vor dem Hintergrund gewählt, dass bei einer Schule für Alle der Schulname auch mit Jugendlichen zu tun haben sollte, die in ihrem Leben mit schwierigen sozialen Situationen konfrontiert waren. Bei den Geschwistern-Prenski handelt es sich um drei Jugendliche aus einer armen jüdischen Familie, die im Dritten Reich verfolgt, deportiert und ermordet wurden. Der Name ist für die pädagogische Arbeit der Schule erzieherische Leitidee und didaktischer Anspruch. Die Schule will sich kontinuierlich mit Ausgrenzung, Benachteiligung oder Diskriminierung von Menschen auseinandersetzen und ihren Ursachen und Folgen entgegenwirken.

Eine weitere Besonderheit der Schule ist es, dass frühzeitig in den Integrationsklassen eine Doppelbesetzung mit Lehrkräften realisiert wurde. Seit 2007 arbeitet die Schule als Gemeinschaftsschule mit gebundenem Ganztagskonzept. Während es im ursprünglichen Konzept pro Jahrgangsstufe eine Integrationsklasse gab, hat sich die Schule mittlerweile weiter geöffnet und unterrichtet in allen Klassen Kinder und Jugendliche mit sonderpädagogischem Förderbedarf.

In den letzten fünf Jahren hat sich der Anteil von Kindern mit sonderpädagogischem Förderbedarf kontinuierlich erhöht und liegt nun in den unteren Jahrgängen bei über 10%. Aus der ehemaligen Integrationsklasse ist eine Schwerpunktklasse geworden, in der die Kinder mit dem größten Unterstützungsbedarf mit verstärkter sonderpädagogischer Unterstützung und umfangreicher Doppelbesetzung unterrichtet werden. In den anderen Klassen sind unsere Unterstützungsmöglichkeiten geringer, der Unterricht ist aber nicht minder inklusiv.

Als vor wenigen Jahren die Flüchtlingsproblematik zur Einführung sogenannter DaZ-Zentren in Schleswig-Holstein führte, hat sich die Geschwister-Prenski-Schule von Beginn an als Aufbaustufe beteiligt.

Die Schule wurde im Juni 2014 mit dem Preis „Schule des Jahres Schleswig-Holstein 2014“ für "Pädagogik der Vielfalt" ausgezeichnet.